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Nachhaltige Fassadendämmung mit Ziegel

Veröffentlicht am 10.07.2009 | 28. KW von baulex

 

Fassaden-Dämmsysteme gibt es viele, sie sind meist aus einer Vielzahl verschiedener künstlicher Schichten aufgebaut.
Seit Anfang des Jahres ist erstmals ein Dämmsystem auf dem Markt, das aus nur einer einzigen Schicht besteht.




Und ein Ende dieser Preisspirale ist nicht abzusehen. Wer seine Energie solar erzeugt, den kümmert dies wenig: Die Sonne scheint täglich umsonst. Industrie, Planer und Verbraucher haben diesen Vorteil längst erkannt. 4300 Gigawattstunden Strom wurden im Jahr 2008 in Deutschland durch Photovoltaikanlagen produziert – so viel, wie nie zuvor.
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Fassaden-Dämmsysteme gibt es viele, sie sind meist aus einer Vielzahl verschiedener künstlicher Schichten aufgebaut. Seit Anfang des Jahres ist erstmals ein Dämmsystem auf dem Markt, das aus nur einer einzigen Schicht besteht. Die Wärmedämmfassade von Schlagmann Poroton ist eine massive Ziegelwand, gefüllt mit dem aus der Natur kommenden Dämmstoff Perlit. Sie ist somit durch und durch natürlich und dazu außerordentlich robust. Damit bleibt ein Ziegelhaus ein Ziegelhaus, auch noch nach einer energetischen Sanierung der Außenwand. Aufgrund seiner hohen Wasserdampfdiffusionsoffenheit eignet sich das System zudem hervorragend zur Innendämmung.

Die energetische Sanierung von Gebäuden bleibt weiterhin zentrales Thema von Hausbesitzern. Allein in Deutschland verbrauchen private und öffentliche Gebäude für Heizung und Warmwasser 40 Prozent der gesamten Endenergie und verursachen damit 20 Prozent der CO2-Emissionen hierzulande. Rund drei Viertel des Gebäudebestandes, der vor 1979 errichtet wurde, befindet sich in einem schlechten energetischen Zustand. Allein mit einer Dämmung der Außenwände kann man bis zu 20 Prozent an Heizenergie und damit auch an CO2 einsparen. Problematisch dabei ist jedoch nur, dass bei der Produktion der meisten Wärmedämmverbundsysteme große Mengen an CO2 freigesetzt werden. Schlagmann Poroton brachte zu Jahresbeginn eine Wärmedämmfassade auf den Markt, deren Produktion einen vergleichbar geringen CO2-Ausstoß aufweist. Sie ist die erste Wärmedämmfassade aus massivem Ziegel. Mit der Poroton®-W(ärme)D(ämm)F(assade) kann jedes Haus nachträglich und zugleich ökologisch korrekt gedämmt werden. Auch in Sachen Nachhaltigkeit punktet die massive Dämmfassade. Sie ist aufgrund ihrer robusten Schale langlebig und, falls dennoch einmal ein Rückbau nötig ist, umweltschonend zu entsorgen.

Erste massive Wärmedämmfassade aus Ziegel
Poroton-WDF ist faktisch gesehen ein zweischaliges Mauerwerk mit Putzschicht (nach DIN 1053-1:1996-11 Abschnitt 8.4.3). Die Vorsatzschale besteht aus hochwärmedämmenden Planziegeln, die im Dünnbettmörtelverfahren vor der bestehenden Wand aufgemauert werden. Das Kernstück der Ziegel ist eine wärmespeichernde Füllung aus mineralischem Perlit (natürliches Vulkangestein). Dank der Kombination aus Ziegel und Perlit verfügt die Poroton®-WDF über einen niedrigen Wärmeleitwert von 0,065 W/mK. Aufgrund dieser hohen Dämmleistung können Bestandswände unterschiedlicher Baujahre auf Neubauniveau angehoben werden. Im Idealfall kann daraus sogar eine Verbesserung der Wärmedämmeigenschaften um das fünffache erfolgen. Somit ist ein Unterschreiten der von der EnEV 2009 geforderten Werte einer sanierten Wand in jedem Fall erreichbar.

Großes Plus: dicke Schale!
Spechte können bis zu faustgroße Löcher in Fassaden hacken, die sich hohl anhören, um sich einen Nist- oder Schlafplatz zu bauen. Löcher und Beschädigungen können aber auch durch unsachgemäße Behandlung, wie beispielsweise das Anlehnen von Fahrrädern, oder durch Vandalismus entstehen. Eine Sanierung ist in allen Fällen schwierig und teuer. Nicht passieren kann dies mit der Wärmedämmfassade Poroton-WDF, denn die massive äußere Ziegelschale ist robuste 15 Millimeter stark.
Viele mit WDVS gedämmte Fassaden werden mit der Zeit unansehnlich, meist weil sich Algen an deren Oberfläche ansiedeln. Verhindert werden kann dies durch den Einsatz von Bioziden oder, wie im Falle der Poroton-Wärmedämmfassade, durch eine niedrige Tauwasserbelastung der Fassadenoberfläche. Das heißt, aufgrund der hohen Wärmespeicherfähigkeit von Außenschale und Putz kann sich an der Oberfläche der Wand kein Tauwasser bilden.
Einen unschätzbaren Wert hat die dicke Schale auch im Brandfall, hier schützt sie um einiges länger als ihre Produktkollegen. Ziegel sind bekanntermaßen feuerbeständig und halten höchsten Brandschutzanforderungen stand.

Angenehmes Wohnklima statt Thermoskanneneffekt
Viele Hauseigentümer schrecken bisher wegen des so genannten „Thermoskanneneffekts“ noch vor einer Fassadensanierung ihrer Ziegelhäuser zurück. Sie haben die Befürchtung, mit einem künstlichen Wärmedämmverbundsys­tem die ökologischen und wertbeständigen Eigenschaften ihres massiven Ziegelhauses aufgeben zu müssen. Mit der neuen Wärmedämmfassade Poroton®-WDF aber bleibt ein Ziegelhaus ein Ziegelhaus. Ein gut gedämmtes Haus hält einerseits im Winter die Heizwärme im Haus und schützt andererseits im Sommer vor der Hitze draußen. Das kapillare System des Ziegels (entsteht durch kleinste Poren im Stein) sorgt für einen Ausgleich von Feuchtigkeitsschwankungen im Haus und liefert damit ein angenehmes Wohnklima rund ums Jahr. Heizkosten werden niedrig gehalten, eine Klimaanlage ist in einem Ziegelhaus nicht nötig. Nicht zu vergessen sind die ebenso hervorragenden schalldämmenden Eigenschaften eines Ziegelhauses, sowohl der Lärm von draußen als auch Geräusche innerhalb des Hauses werden auf ein erträgliches Maß reduziert.

Außen- oder Innendämmung – je nach Situation
Bei aufwändigen Fassaden, Denkmälern oder Grenzbebauungen kann eine Außendämmung nicht angebracht werden. Hier bietet sich eine Dämmung von Innen an. Wichtig dabei ist, dass das Dämmmaterial einen geringen Wasserdampfdiffusionswiderstand aufweist. Poroton®-WDF besitzt mit μ=5 einen sehr geringen Wert und ist damit hervorragend zur Innendämmung geeignet. Ein Vorteil von Innendämmungen ist, dass sie einfach und zeitlich ungebunden ausgeführt werden können.

Ein Wort zum Baustoff
Ziegel mit integrierter Perlit-Dämmung von Schlagmann Poroton überzeugen Bauherren nicht erst seit kurzem. Das Baustoffunternehmen leistete im Jahr 2000 wahre Pionierarbeit, als es Ziegel mit einem Dämmkern versah. Der Grund dafür war, dass beim Bauen mit herkömmlichen Ziegeln die erforderlichen Wärmeschutzwerte, die z.B. eine bereits damalige EnEV fordert, nur mehr schwer zu erreichen waren. Die Kammern der massiven Ziegel werden werkseitig mit einer Perlitfüllung (= natürliches mineralisches Vulkangestein) ausgestattet. Rohperlit wird gemahlen und erhitzt, dabei dehnt es sich wie Popcorn auf das 10- bis 20-fache seiner Größe aus. Ziegel und Perlitfüllung kommen zu 100% aus der Natur, sind frei von Schadstoffen und Ausgasungen sowie resistent gegen Ungezieferbefall oder Fäulnis. Schimmelbildung im Wohnraum ist aufgrund der dampfdiffusionsoffenen Konstruktion schier nicht möglich. Das Institut für Baubiologie verlieh dafür das Umweltsiegel „sehr empfehlenswert“.

Die Wärmedämmfassade Poroton®-WDF ist aufgrund ihrer Stabilität im Vergleich zu anderen Systemen eine außerordentlich langlebige Methode zur Sanierung von Fassaden. Sie zeichnet sich unter Berücksichtigung von Anschaffungskosten, Beständigkeit und Dauerhaftigkeit durch eine hohe Wirtschaftlichkeit aus.

Produktinformation:
Länge: 280 mm
Breite: 180 mm
Höhe: 249 mm
Gewicht/Ziegel: ca. 5,5 kg
Gewicht System: 100 kg/m2
Preis/Ziegel: 45 EUR/m2 inkl. Dünnbettmörtel
Erhältlich über den Baustoffhandel.
Ausführung durch den zertifizierten Bauunternehmer.

INFOBOX
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Weitere Informationen unter

SCHLAGMANN Baustoffwerke GmbH & Co. KG
Geschäftsführung . Lanhofen
84367 Zeilarn
Tel. 08572 17-126
Fax 17-159
E-Mail: info@schlagmann.de

www.schlagmann.de


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